It's all good - ein Abend der es nicht besser zeigen könnte

*Bling*

Kerstin: "Habt ihr nächsten Donnerstag Abend um 18:00 Zeit?"

Velia: "Yes!"

Velia: "Was hast du vor?"

André: "Ich glaube schon, bin im Stress, meld mich später."


Bis zu einem Tag vorher hat Kerstin uns nicht gesagt, wo wir hinfahren sollen, nur ob wir Fisch oder vegetarisch Essen wollen. Sie hatte André vom Bahnhof abgeholt und mich nach Zirndorf gelotst. Zirndorf? Also da gibt's doch nichts, dachte ich salopp. Aber kaum war ich in die Zielstrasse eingebogen, dachte ich mir, ERLEBE WIGNER, sag's doch gleich.


Wer aus der Region da noch nicht war, sollte da unbedingt hin, das Ambiente ist super schön und neben dem Shoppen von Kleidung oder Büchern oder kleinen Geschenken und noch viel viel viel mehr, kann man in dem Concept Store auch noch super Essen. Ich könnte euch jetzt aufschreiben, wie die Gerichte hiessen und mit was sie alles verfeinert wurden, aber erstens sprengt das den Rahmen und zweitens klingt das nicht so toll, wie das Essen geschmeckt hat. Das nenne ich mal eine Weihnachtsfeier vom feinsten.



Kerstin: "In einer halben Stunde geht's los."

"Was jetzt genau?"

Kerstin: "Die Buchlesung von Lars Amend"

André: "Lars wer?"


Also manchmal denk ich wirklich, André lebt hinter dem Mond. Aber nicht auf der Hauptstrasse, sondern hinterm Mond in der kleinen Seitengasse von der keiner weiss, wie sie heisst. Bei mir hat es dann auch klick gemacht, die ganze Zeit hinter uns am Tisch wurde ein Typ angequatscht und Selfies wurden gemacht und ich dachte die ganze Zeit nur "lasst doch den armen Kerl essen". Dieser Typ, das war Lars. Ich wusste, ich hatte mal im Rahmen von Laut&Glücklich Lars eine Email geschrieben und um ein Interview gebeten. Dieses bescheuerte Herz, sagt vermutlich vielen mehr. Aber Lars ist mehr als Coach, Autor, Podcaster und "dieser Typ von dieses bescheuerte Herz". Lars ist authentisch, lustig und unheimlich nahbar. Auf dem Boden geblieben. Der ein oder andere Versprecher unterstreicht das.

Die Zeit verflog wie im Flug und schon war es 2 Stunden später und es wurde noch ein Shirt verlost. "Ich hab noch ein Shirt in Grösse M zu verschenken.", sagte Lars. Und ich wusste, manchmal siegt Dreistigkeit und dieses Shirt wollte ich Kerstin schenken, die neben mir sass und sich vermutlich 3 Sekunden später dachte, wieso hab ich die Verrückte nur mitgenommen. Also bin ich aufgesprungen, hab die Arme in die Luft genommen und laut hier geschrieen. "Kerstin, dass ist für dich" - "Nein, Veli, dass ist für dich." Wer mich persönlich kennt, weiss dass ich in dem Shirt schwimmen werde, dass hab ich auch jemanden flüstern hören, aber das ist egal, ich werd es tragen. Und eigentlich ist es auch als Nachthemd cool, wenn man jeden Tag so ins Bett geht und aufsteht "it's all good".



Aber weiter gehts: Wir kamen mega beflügelt aus der Veranstaltung raus und dann ist passiert was absolut unnötig ist. Mein Auto wurde angefahren, ohne eine Nachricht zu hinterlassen ist die Person dann weg gefahren. Also ab zur Polizei. Im ersten Moment dachte ich echt, das gibt es doch nicht. WARUM? Und dann hab ich mich ganz schnell an die Worte erinnert, die mein Papa immer sagt oder jetzt sagen würde."Veli, es ist nur die Schule, dass ist doch zweitrangig.", "Veli, es ist nur ein Rückschlag, du machst das schon, du gehst deinen Weg", "Veli, es ist nur ein Auto."


Es ist nur ein Auto. 2019 gab es wirklich andere Rückschläge. Es ist nur ein Auto. Uns geht es gut und wir hatten einen so schönen Abend, also nicht vermiesen lassen. Der Polizist war super nett, aber aufgewühlt war ich trotzdem. "Komm' jetzt gehen wir noch eins trinken.", sagte André. WHY NOT? Also sind wir noch in eine absolut urige Bar/Cafe/Whatever gegangen. Auf einer grossen Leinwand lief still "3 Nüsse für Aschenbrödel", Weihnachtsmusik dudelte vor sich hin, die Tischdekoration war aus Nüssen, Äpfeln und Mandarinen, eine von uns beiden, hat vielleicht ihren Traummann getroffen 😜 und ich bekam noch ein Knoblauchbrot, auf den ganzen Schreck musste ich wirklich noch was essen.


Nach Mitternacht zuhause angekommen, sagt ich erst mal zu Nolle "Jemand hat unser Auto angefahren, aber it's all good." Sie juckt das herzlich wenig, aber für mich war es am Ende des turbulenten Tages ein gutes Mantra. Danke Team happygreenvision



Das Buch: It's all good - Lars Amend

Alles Liebe, eure Veli



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